Wissenstransfer Psychologie
an der RPTU
Wissenschaft ist einerseits in gesellschaftliche Kontexte eingebettet, und andererseits prägt sie wiederum diese Kontexte, indem sie gesellschaftliche Herausforderungen aufgreift und Entwicklungen durch (neue) Erkenntnisse beeinflusst. Die Interaktion zwischen Forschenden, Praktikern, Betroffenen, politischen Entscheidungsträgern und vielen Weiteren bietet durch die Vielfalt an Perspektiven, in Forschung und Lehre, ganz besondere Möglichkeiten, neue Wege zu beschreiten und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Der Fachbereich Psychologie in Landau hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, diese vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen, Forschungsergebnisse sichtbar zu machen und den Austausch mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zu suchen und zu pflegen.
Die RPTU als Institution ist seit 2025 Mitglied im „Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung“ (HBdV), um den Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen voranzutreiben und damit den Wissenstransfer zu fördern. Mehr zu der Mitgliedschaft und dem HBdV.
Transferpreis
Im Jahr 2017 beschloss der Fachbereich (Psychologie in Landau), Aktivitäten aus den eigenen Reihen, die die Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft aktiv fördern, sichtbar zu würdigen und als Inspirationsquelle zu nutzen. Kurz darauf erinnerte auch der Wissenschaftsrat „… die akademische Psychologie an den großen gesellschaftlichen Bedarf an psychologischen Erkenntnissen sowie an ihre besondere diesbezügliche
Verantwortung…“ (Wissenschaftsrat in seinem Arbeitspapier zu Perspektiven der Psychologie in Deutschland, Drs. 6825-18 vom 26.01.2018).
Der Transferpreis des Fachbereichs soll gerade auch junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermutigen, zu Dialogen zwischen Akteuren aus wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Feldern beizutragen und den Einbezug gesellschaftlicher Akteure in wissenschaftliches Handeln (beispielsweise im Rahmen von citizen science oder service learning) fördern. Das Preisvergabeverfahren beruht auf einem strukturierten Bewerbungs- und Beurteilungsverfahren unter Verwendung definierter Kriterien.
Beschreibungen der preisberechtigten Transferaktivitäten finden Sie hier auf der Seite.(Hinweis: Aufgrund organisatorischer Veränderungen wurden Transferpreise nicht in jedem Jahr vergeben.) Darüber hinaus gibt es natürlich viele weitere Aktivitäten, die nicht zum Preisvergabeprozess eingereicht wurden. So vielfältig wie die Forschung sind auch die gesellschaftlichen Bezüge.

Transferszenarien in Studium und Lehre
Transfer von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen findet häufig auch im akademischen Studium bzw. in Lehrkontexten statt. Ein recht bekanntes Stichwort ist hierbei „Service Learning“, ein Lehr-Lernformat, das Studierenden die Möglichkeit gibt, gesellschaftlich-relevante Probleme gemeinsam mit außeruniversitären Partnern zu bearbeiten. Informationen zum Projekt Service Learning @RPTU finden Sie hier.
Auch Abschluss- oder Projektarbeiten werden häufig mit universitätsexternen Partnern realisiert, so z.B. mit Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen (NRO/NGO) oder Schulen. Und nicht zuletzt findet Transfer natürlich auch in den verpflichtenden Berufspraktika statt, und es entstehen daraus häufig wertvolle Kontakte. Die RPTU ist darüber hinaus seit 2025 Mitglied im Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V., in welchem Partnerschaften zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen gefördert werden.
Die Fachschaft Psychologie organisiert jedes Semester die "Psychotage", zu denen externe Vortragende eingeladen werden, um Einblick in ihre berufliche Tätigkeit als Psycholog*Innen oder Psychotherapeut*Innen zu geben. Dabei erhalten die Studierenden eine Woche lang die Möglichkeit spannende Einblicke in die berufliche Praxis zu bekommen und können dadurch über aktuelle wissenschaftliche Themen informiert bleiben. Zusätzlich dazu finden auch während des laufenden Semesters regelmäßig Vorträge statt, die ebenfalls von der Fachschaft Psychologie unter dem Namen „Impulsring“ organisiert werden.
Psychologie in den Medien
Psychologie interessiert viele Menschen und einzelne Themen finden immer wieder über die wissenschaftlichen Communities hinaus den Weg in die öffentliche Medienwelt. Hier finden Sie Beiträge, die Einblicke in unsere Forschungsaktivitäten bieten.
Zudem werden auch im RPTU Forschungsmagazin regelmäßig interessante Artikel zu Forschungsprojekten der Psychologie veröffentlicht. Schauen Sie sich gerne auf den Seiten des RPTU Forschungsmagazins um, um einen Einblick in die Forschungsaktivitäten des Fachbereichs Psychologie zu bekommen.

Psychologie in der Gesundheitsversorgung
In Landau haben wir zwei Psychotherapeutische Ambulanzen aufgebaut, die Forschung, Ausbildung und Gesundheitsversorgung miteinander verzahnen. So können Forschungserkenntnisse direkt in die psychotherapeutische Behandlung und die Aus- und Weiterbildung einfließen, und der Kontakt mit den Patienten ermöglicht es wiederum, praktische Fragen ohne Umwege in die Forschung aufzunehmen. Werfen Sie gern einen Blick in unsere Ambulanzen für Erwachsene und für Kinder- und Jugendliche.
Wenn Sie besonderes Interesse an Forschungsthemen zu Klinischer Psychologie und Psychotherapie des Erwachsenenalters haben, können Sie die eigenen Seiten der Arbeitsgruppe besuchen.


