Betreuung & Kolloquium

Die Betreuerinnen und Betreuer am IKM bieten ihren Abschlusskandidaten ein regelmäßig stattfindendes Kolloquium als primären Ort der Betreuung an. Es findet im Semester wöchentlich statt.

Wir raten dringend zum regelmäßigen Besuch des Kolloquiums, da Sie hier wichtiges Feedback zu Ihrer Arbeit durch Erst- und Zweitbetreuer erhalten. Außerdem werden Themen angesprochen, die für das erfolgreiche Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit wichtig sind (z. B. Literaturrecherche und -verwaltung oder Zitier- und Gestaltungsrichtlinien). Sie lernen zudem durch Fehler und Erfahrungen ihrer Kommilitonen und können Synergieeffekte mit Arbeiten zu ähnlichen Themen nutzen. Wir empfehlen, das Kolloquium so lange zu besuchen, wie Sie Ihre Abschlussarbeit verfassen – von der Themenfindung bis zur Abgabe.

Zu Themen, die im Kolloquium behandelt werden, findet keine Einzelbetreuung (Sprechstunde, Email oder Telefon) statt. Zur Organisation des Kolloquiums soll für alle Studierenden, die am Kolloquium von Frau Maier teilnehmen, eine Karteikarte (Download hier) erstellt und bei den Betreuerinnen und Betreuern hinterlegt werden.

Bei Fragen zum Kolloquium wenden Sie sich bitte an Michaela Maier. Termine vereinbaren Sie bitte mit Bärbel Ruzika.

Schritte zur Annahme von Abschlussarbeiten im Team Prof. Maier

Wenn Sie eine Abschlussarbeit am IKM (Team Prof. Maier) schreiben möchten, lesen Sie bitte den Leitfaden zur Erstellung von Abschlussarbeiten. Der Leitfaden enthält auch wertvolle Hinweise zur Themenfindung und zur Entwicklung einer Forschungsfrage: Lesen Sie ihn deshalb bitte bereits, bevor Sie zur Besprechung eines Themas in die Sprechstunde kommen. Wenn Sie eine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen planen, lesen Sie bitte außerdem den Leitfaden zur Erstellung von Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen.

Themenbereiche und Fragestellungen

Zur Orientierung finden Studierende hier einen Überblick über Themenbereiche und Fragestellungen zu denen im Team Prof. Maier Bachelor- und Masterarbeiten geschrieben werden können.

Politische Kommunikation

  • Politische Kommunikation von Akteur*innen und Parteien, beispielsweise Parteikommunikation im Wahlkampf
  • Nachrichtennutzungsverhalten und dessen Effekte auf politische Einstellungen und Meinungsbildung
  • Framing politischer Themen in der Nachrichtenberichterstattung und deren Wahrnehmung
  • Repräsentation und wahrgenommene Repräsentation in Politik und Medien
  • Replikationsstudien zur politischen und affektiven Polarisierung zur Untersuchung der Übertragbarkeit außereuropäischer Befunde auf den europäischen Kontext
  • Vergleichende Inhaltsanalysen unter Einbeziehung von Schwellen- und Entwicklungsländern
  • Systematische Literaturrecherche zur medialen Repräsentation von politischer Korruption und institutionellem Fehlverhalten
  • Diverse Arbeiten zur Personalisierung politischer Kommunikation und deren Effekte auf die Rezipienten
  • Zusammenhang zwischen Politikerpersönlichkeit, Wählerpersönlichkeit und politischen Einstellungen
  • Wahlwerbung und ihre Wirkung, zum Beispiel durch Wahlplakate oder Parteienkommunikation
  • EU-Berichterstattung und die mediale Vermittlung der Europäischen Integration
  • Einfluss der Massenmedien und sozialen Medien auf das politische Wissen von Bürgerinnen und Bürgern
  • Determinanten der Wahl von Beschwerden, Petitionen oder Straßenprotesten durch Bürgerinnen und Bürger
  • Plattform-Migration sozialer Bewegungen und deren politisierte Wissenschaftskommunikation
  • Vergleich der Politisierung von Expertenwissen in der Gesundheits-, Klima- und Energie-Krisenkommunikation
  • Einfluss von Policy-Wording auf die öffentliche Meinung zu Klimasubventionen, Steuern und Gerechtigkeit

Umwelt, Medien, Öffentlichkeit

  • Kontroversen im öffentlichen Diskurs über Umweltthemen (z. B. Landwirtschaft und Umweltschutz)
  • Umweltrisiken in den Nachrichten: Journalistische Selektion, Inhalte, Nutzung, Wahrnehmung und Wirkung (z. B. Klimawandel, Pestizide, Plastikmüll)
  • Medieninhaltsanalysen zur Berichterstattung in Zeitungen, auf Social Media oder auf spezifischen Portalen wie klimawandelleugnenden Websites
  • Wirkungsforschung durch Online-Experimente zur Nutzung oder Verständlichkeit unterschiedlicher Formulierungen wissenschaftlicher Informationen
  • Veränderung von Einstellung, Gewohnheiten und Verhalten durch Interventionen im Kontext von Nachhaltigkeit (z. B. Plastiknutzung, Mobilität)
  • Marketing und Kampagnen für nachhaltige Produkte
  • Die Darstellung von ungesicherter wissenschaftlicher Evidenz durch Kommunikatoren in der Wissenschaftskommunikation
  • Die Darstellung von ungesicherter wissenschaftlicher Evidenz in der Medienberichterstattung über wissenschaftliches Wissen
  • Untersuchung, wie Rezipienten mit Unsicherheit umgehen sowie Wahrnehmung und Wirkung von ungesicherter Evidenz in der Berichterstattung
  • Medien und Umwelt: Vertrauen in die Energiewende und die öffentliche Wahrnehmung von Umweltpolitik

Organisationskommunikation

  • Leadership Communication und die Wirkung von Führungskommunikation auf die Organisation
  • Employee Engagement sowie psychologische Einflussfaktoren in der internen Kommunikation
  • Nutzung und Wirkung verschiedener interner Kommunikationsmedien
  • Strategien der internen und externen Change- sowie Krisenkommunikation  
  • Zusammenhang zwischen Organisationskultur und organisationaler Kommunikation
  • Gestaltung von Corporate Branding und dessen Einfluss auf die Markenidentität
  • Pflege von Stakeholder- und Media-Relations zur Steigerung der Bekanntheit
  • Planung, Durchführung und Wirkung von Digital- und Social-Media-Kampagnen
  • Nachhaltigkeitskommunikation und CSR-Kommunikation (z. B. Marketing für nachhaltige Produkte)
  • Wirkung interner Organisationskommunikation auf das Arbeitsklima
  • Interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in Organisationen
  • Spezifische Kommunikation von Non-Profit-Organisationen
  • Externe Organisationskommunikation, insbesondere Werbung und PR-Kampagnen
  • Wirkung von Kommunikationsstrategien auf die organisationale Reputation

Technologien und computergestützte Methoden*

  • Empirische Evaluation von Biased Outputs in generativer KI mittels computergestützter Methoden zur Identifikation systematischer Verzerrungen
  • Systematische Literaturrecherche zur medialen Repräsentation von generativen KI-Technologien
  • Vergleichende Inhaltsanalysen zur medialen Darstellung von KI-Technologien
  • Zuverlässigkeit von LLMs als Annotationswerkzeug in den Sozialwissenschaften
  • Systematische Literaturrecherche zum Thema „Zuverlässigkeit und Validität von LLMs“
  • Einsatz von KI für die Literaturrecherche und Qualitätsbewertung
  • Computergestützte Ansätze zur Messung der Politisierung in der Online-Berichterstattung
  • Computergestützte Analyse der Darstellung von Klimapolitik und der öffentlichen Meinung
  • Computergestützte Inhaltsanalyse alternativer politischer Medien
  • Analyse und kritische Evaluation bestehender computergestützter Methoden der Kommunikationswissenschaft bei der Anwendung auf Entwicklungsländer

Hinweis: Für die Bearbeitung dieser Themen müssen die Studierenden entweder bereits über grundlegende Programmierkenntnisse verfügen oder bereit sein, diese zu erwerben.


Interdisziplinäre Arbeiten

  • Interdisziplinäre Arbeiten oder Arbeiten in Kooperation mit anderen Instituten (z. B. Politikwissenschaft, Umweltpsychologie, Umweltwissenschaften) sind nach Absprache ebenso willkommen.